Öffnungszeiten der Theaterkasse:
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Für uns als Programm-Gestaltende sicherlich das anspruchsvollste Abo von allen. Mal ernst, mal heiter, aber immer mit viel Musik. Mal ein großes Musical, mal ein Ein-Personen-Stück. Die Mischung macht den Charme des Abos aus. Hier gilt es sich ein- und überraschen zu lassen. Eins ist sicher, langweilig ist es nie.
Handlung Wien, Ende des 18. Jahrhunderts. Zwei Komponisten, zwei Lebensentwürfe: Antonio Salieri, gefeierter Hofkapellmeister, und Wolfgang Amadeus Mozart, das unberechenbare Genie. Salieri erkennt in Mozart jene mühelose Vollkommenheit, nach der er selbst sein Leben lang strebt. Bewunderung kippt in Neid, Verehrung in innere Zerrissenheit. Heute Abend verschmelzen im Elbeforum Legende und Wahrheit zu einem dramatischen Seelenporträt über Genie, Eifersucht und die zerstörerische Kraft des Vergleichs.
Inszenierung Die Premiere dieser Fassung fand 2020 am Badischen Staatstheater Karlsruhe statt. Der Musiker und Schauspieler Andrej Agranovski steht allein auf der Bühne – als Salieri, als Mozart und als Pianist. Wort und Musik gehen dabei unmittelbar ineinander über. Regisseur Nils Strunk, selbst Musiker und Theatermacher, formt daraus einen konzentrierten, spannungsvollen Abend, in dem Musik zum Motor des Dramas wird. Die reduzierte Form bündelt die Aufmerksamkeit und macht diesen Abend zu einem intensiven Theatererlebnis.
Autor/Komponist Die literarische Grundlage bildet das Versdrama „Mozart und Salieri“ von Alexander Puschkin (1830), später neu interpretiert von Peter Shaffer, einem der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht weniger historische Wahrheit als eine zeitlose Frage: Was kostet es, nach Größe zu streben – und was geschieht mit denen, die im Schatten des Genies stehen?
Dauer: ca. 90 Minuten, keine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf
Handlung Ein Streichquartett wird Ziel einer behördlichen Kontrolle: Instrumente beschlagnahmt, Musik verboten. Was folgt, ist eine ebenso absurde wie klangreiche Situation. Die Musiker müssen sich neu erfinden und greifen zur Stimme, während ein unerbittlicher Steuerfahnder – familiär enger verbunden, als ihm lieb ist – die Ordnung aufrechterhalten will. Zwischen Misstrauen, Wortwitz und musikalischem Einfallsreichtum entfaltet sich eine heitere Geschichte darüber, wie Kunst selbst unter Druck ihren Klang findet.
Inszenierung Im Zentrum steht das Vokalensemble Meier und die Geier, das mit präzisem A-cappella-Gesang, jazzigen Harmonien und großer Spielfreude die Bühne füllt. Schauspieler Hans-Werner Meyer und Kabarettist Chin Meyer ergänzen den Abend um pointierte Dialoge und szenische Präsenz. Die Inszenierung verbindet Musik und Spiel zu einem fließenden Bühnenereignis, bei dem Rhythmus, Stimme und Komik gleichberechtigt wirken und aus der Einschränkung musikalische Freiheit entsteht.
Idee/Konzept Klangrazzia ist Musiktheater im besten Sinne: ein Abend, der mit Humor und musikalischer Raffinesse von der Kraft des Klangs erzählt. Zwischen Konzert, Komödie und Schauspiel angesiedelt, entsteht ein unterhaltsames wie ernsthaftes Plädoyer für die Unverzichtbarkeit von Musik.
Dauer: ca. 120 Minuten, eine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf
Stimmung & Inhalt Diese Konzertlesung ist alles andere als heimelig: Mit Texten von Heinrich Böll entsteht ein Abend von großer literarischer Kraft und gesellschaftlicher Schärfe. Bölls präzise Beobachtungen, sein Humanismus und sein kritischer Blick auf Verantwortung und Moral bilden das Zentrum dieser Lesung, in der sich Wort und Musik zu einem intensiven Theatererlebnis verbinden – ernsthaft, berührend und hochaktuell. Ein Abend, der zuhört, widerspricht und nachwirkt.
Musik & Klang Die musikalische Gestaltung durch den Schlagzeuger und Multi-Perkussionisten Stefan Weinzierl ist ein wesentlicher Teil dieses Abends. Mit einem facettenreichen Instrumentarium schafft er dichte Klangräume, setzt rhythmische Akzente und reagiert sensibel auf Sprache und Atmosphäre. Weinzierl, schon öfter zu Gast im Elbeforum, ist bekannt für die präzise Verbindung von Rhythmus, Klangfarbe und dramaturgischem Gespür. Seine Musik verleiht Bölls Texten zusätzliche Tiefe und Spannung.
Künstler Mit Dietmar Bär steht einer der bekanntesten deutschen Schauspieler auf unserer Bühne. Vielen aus dem Kölner „Tatort“ vertraut, überzeugt er hier mit großer Präsenz, Klarheit und erzählerischer Kraft. Bär verleiht Bölls Texten Stimme, Haltung und Tempo – nuanciert, eindringlich und hochkonzentriert. Ein Abend mit einem echten Theaterstar und außergewöhnlicher musikalischer Begleitung – ein Highlight der Spielzeit im Elbeforum Brunsbüttel.
Dauer: ca. 120 Minuten, eine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf
Handlung Im Schatten des Bosnienkriegs der 1990er-Jahre flieht der junge Aleksandar mit seiner Familie nach Essen. Fern der Heimat und doch von ihr durchdrungen, beginnt er, die Welt in Geschichten zu fassen. Erinnerungen, Ängste und absurde Beobachtungen verdichten sich zu Bildern, die nicht erzählt, sondern verkörpert werden. Worte lösen Bewegungen aus, Erinnerungen gehen durch den Körper. Im Elbeforum entsteht so ein Abend, der weniger berichtet als spürbar macht: Flucht, Fremdheit und die Energie des Weiterlebens.
Inszenierung Choreografin Jelena Ivanovic verbindet Tanz, Schauspiel und Live-Musik zu einem hochkörperlichen Bühnenerlebnis. Körper stoßen, tragen, ziehen und fallen – mit explosiver Kraft und großer Sinnlichkeit. In enger Zusammenarbeit mit Musiker Goran Kovacevic und den Performer*innen entsteht ein intensiver Dialog aus Bewegung und Klang, der den Raum des Elbeforums unmittelbar auflädt.
Vorlage/Idee Der Abend basiert auf dem vielfach ausgezeichneten Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ von Saša Stanišić (2006). Seine poetische Kraft findet hier eine körperliche Übersetzung als Tanz der Erinnerung, als sinnliches Theater über Verlust, Neugier und die Kraft des Erzählens. Ein Abend, der Literatur in Bewegung verwandelt.
Dauer: ca. 90 Minuten, keine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf
Handlung Mitte der 1930er-Jahre: Zwei Künstler*innen stehen ohne Engagement da. Die Tingeltangel-Diva und der jüdische Hinterhof-Tenor dürfen nicht mehr auftreten – ihre Namen verschwinden von den Spielplänen. Aus Not geben sie sich im Musikverein Walhalla Wippelsdorf als ernsthafte Wagner- Interpret*innen aus. Erwartet wird der Ring des Nibelungen, geliefert wird Improvisation, Witz und musikalischer Überlebenswille. Zwischen Schlagern der 1920er- und 1930er-Jahre und großer Oper entfaltet sich eine heitere Komödie mit bitterem Hintergrund: ein Spiel über Anpassung, Verstellung und die rettende Kraft der Kunst.
Inszenierung Die Moreth Company gastiert erstmals im Elbeforum Brunsbüttel und bringt diese musikalische Komödie mit Spielfreude, Tempo und viel Sinn für Zwischentöne auf die Bühne. Schauspiel, Gesang und Livemusik verschmelzen zu einem atmosphärischen Theaterabend, der Leichtigkeit und Bedrohung eng nebeneinanderstellt. Humor wird hier zur Überlebensstrategie – Musik zum Widerstand.
Autor/Konzept Autor Jan Demuth verbindet Revue, Situationskomik und Zeitgeschichte zu einem Stück, das unterhält und zugleich erinnert. „Mein lieber Schwan“ erzählt vom Verstummen und Weitersingen, vom Verlust der Bühne – und von der Unmöglichkeit, Kunst zum Schweigen zu bringen.
Dauer: ca. 95 Minuten, keine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf
Handlung Giulietta, junge Balletttänzerin aus Berlin, verfällt dem Tango – einer Musik, die verführt, verwundet und Wahrheit erzwingt. Als sie dem argentinischen Tangostar Damián begegnet, entbrennt eine obsessive Verbindung. Doch Damián verschwindet, und Giulietta folgt ihm bis nach Buenos Aires. Dort stößt sie auf die dunkle Seele des Tangos: auf Leidenschaft und Verrat, Liebe und politische Gewalt. Inmitten revolutionärer Unruhen wird der Tango zum Spiegel einer Gesellschaft am Abgrund – und Giuliettas Suche nach Identität zu einem Tanz auf brennendem Boden.
Inszenierung Die Agentur Theaterlust entfacht einen sinnlich-expressiven Abend mit Live-Musik, in dem Tanz und Schauspiel untrennbar verschmelzen. Regisseur Thomas Luft formt aus Körpern, Klang und Videokunst eine pulsierende Bühnenwelt, in der das Bandoneon wie ein Herzschlag wirkt. Die Performer*innen tanzen, kämpfen, lieben – Tango wird hier zur Sprache von Begehren, Widerstand und existenzieller Entscheidung. Ein Abend voller Hitze und Rhythmus, ein furioses Abo-Finale im Elbeforum.
Autor/Vorlage Die Bühnenfassung basiert auf dem Roman „Drei Minuten mit der Wirklichkeit“ von Wolfram Fleischhauer – eine dichte Erzählung über Tango, politische Verwerfungen und die zerstörerische Kraft der Wahrheit.
Dauer: ca. 150 Minuten, eine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Musiktheater und freier Verkauf