Schauspiel-ABO

Der Klassiker, vielleicht ein wenig das Herzstück unseres Bühnenprogramms. Dies Abo gibt es seit dem ersten Tag und es ist auch nicht wegzudenken. Klassiker, moderne Inszenierungen, mal irritierend, mal fesselnd. Aber immer sorgsam ausgewählt und wir versprechen immer genug Gesprächsstoff für die Theater-Pause.

Handlung Nach Jahren der Abwesenheit kehrt Ljubow Ranevskaja auf das verschuldete Familiengut zurück. Der Kirschgarten, Projektionsfläche für Erinnerung, Herkunft und verlorene Sicherheit, steht vor der Versteigerung. Während die Familie an der Vergangenheit festhält, schlägt Lopachin, Sohn ehemaliger Leibeigner und nun erfolgreicher Kaufmann, eine radikale Lösung vor: Rodung und Neubeginn. Tschechows letztes Schauspiel erzählt von einer Gesellschaft im Übergang, von verpassten Entscheidungen und der schmerzhaften Erkenntnis, dass Stillstand selbst eine Form von Handlung ist.

Inszenierung Andreas Hueck, künstlerischer Leiter des Theater Poetenpack, nähert sich dem Text mit präziser Figurenzeichnung und großer Sensibilität für Sprache und Rhythmus. Seine Inszenierung legt die innere Bewegungslosigkeit der Figuren frei und konfrontiert sie mit einem unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildnerin Janet Kirsten schafft er reduzierte, atmosphärische Räume, in denen Abschied, Hoffnung und Verdrängung gleichermaßen sichtbar werden.

Autor Anton Pawlowitsch Tschechow (1860–1904) zählt zu den einflussreichsten Dramatikern der Moderne. „Der Kirschgarten“ verbindet feine Komik mit existenzieller Tiefe und stellt bis heute die drängende Frage, wie Menschen auf Zeiten grundlegender Veränderung reagieren.

Dauer: ca. 100 Minuten, mit Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf

 


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Anton Tschechow
Der Kirschgarten
DO 01. OKT 2026 / 20.00 Uhr

Handlung Zwei Schauspieler*innen nähern sich Karl Valentin über Sprache und Spiel: Ein bayerischer Tonfall trifft auf eine brandenburgische Perspektive, Dialekte reiben sich aneinander, Denkweisen kollidieren. Aus diesem sprachlichen Spannungsfeld entsteht ein lebendiges Porträt Valentins – zwischen Aberglauben, Lampenfieber und der absurden Logik des Alltags. Ein Komiker, der aus Prinzip schwarzsah und gerade daraus seine unverwechselbare Komik gewann.

Inszenierung Die Reihe „Biographien für die Bühne“ steht für detailreiche, schauspielerisch präzise Theaterabende. Nach dem großen Publikumserfolg mit „Ringelnatz“ kehrt das Ensemble ins Elbeforum Brunsbüttel zurück. Mit feinem Humor, klarem Rhythmus und großer Nähe zu den Figuren entfaltet sich ein Spiel zwischen Komik und Melancholie – getragen von hoher Spielfreude und genauer Beobachtung.

Autorin Die Textfassung stammt von Heike Feist, Schauspielerin und Gründerin von „Biographien für die Bühne“. Ihre Arbeiten verbinden biographische Genauigkeit mit theatraler Leichtigkeit und eröffnen einen menschlichen, oft überraschend aktuellen Blick auf bekannte Persönlichkeiten.

Dauer: ca. 120 Minuten, eine Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Des wird do eh nix!
Ein Bayer spielt Valentin, eine Brandenburgerin muss auch
DI 27. OKT 2026 / 20.00 Uhr

Handlung St. Louis in den 1930er-Jahren: In einer engen Wohnung lebt die Familie Wingfield in einem Zustand permanenter Erwartung und Verdrängung. Mutter Amanda klammert sich an Erinnerungen an vergangene gesellschaftliche Sicherheit, während Sohn Tom als Ernährer der Familie zwischen Pflicht und Fluchtfantasie zerrieben wird. Tochter Laura entzieht sich der Welt und findet Schutz in ihrer zerbrechlichen Sammlung von Glastieren. Williams’ Erinnerungsdrama entfaltet ein fragiles Geflecht aus Sehnsucht, Schuld und unerfüllten Möglichkeiten – ein Theater, in dem Liebe und Verlust unauflöslich ineinandergreifen.

Inszenierung Die von der Agentur Weiterspielen gezeigte Fassung basiert auf der Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin unter der Regie von Stephan Kimmig, einem der prägenden Regisseure der Gegenwartsbühne. Kimmig arbeitet mit präziser Textführung, klaren Spielachsen und einer hohen emotionalen Durchlässigkeit der Figuren. Im Elbeforum Brunsbüttel entfaltet sich so ein konzentrierter Theaterabend, der auf psychologische Genauigkeit statt auf Effekte setzt und die innere Spannung der Figuren konsequent freilegt.

Autor Tennessee Williams (1911–1983) zählt zu den zentralen Stimmen des modernen amerikanischen Dramas. „Die Glasmenagerie“, sein Durchbruchsstück, begründete seinen Weltruhm und gilt bis heute als Schlüsselwerk eines Theaters der Erinnerung und inneren Zerrissenheit.

Dauer: ca. 150 Minuten, eine Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Tennessee Williams
Die Glasmenagerie
DI 24. NOV 2026 / 20.00 Uhr

Handlung Ein Mann steht auf der Bühne und spricht – weil er sprechen muss. Der angekündigte Auftritt findet nicht statt, doch der Ansager gibt nicht auf. Sein Monolog wird zur präzisen Untersuchung von Erwartung, Verführung und der Macht der Sprache. Was als Ankündigung beginnt, entwickelt sich zu einem existenziellen Selbstgespräch: über das Dasein als Spieler, über das Verhältnis von Bühne und Publikum, über das Scheitern und das Weitersprechen. Kirchhoff entwirft ein Sprachstück, in dem das Wort selbst zum eigentlichen Ereignis wird.

Inszenierung In der Produktion des Schauspielhauses Düsseldorf konzentriert sich Regisseur Detlef Altenbeck auf strenge Reduktion und Präzision. Im Zentrum steht Ilja Richter, eine der markantesten Schauspielpersönlichkeiten seiner Generation. Mit einem Humor und existenzieller Tiefe trägt er diesen Soloabend – ein seltenes Schauspielerporträt von hoher Intensität im Elbeforum.

Autor Bodo Kirchhoff (*1948) zählt zu den bedeutenden Stimmen der deutschen Gegenwartsliteratur. Sein Prosamonolog verbindet literarische Präzision mit philosophischer Offenheit und stellt grundlegende Fragen nach Identität, Wahrnehmung und dem Akt des Darstellens selbst.

Dauer: ca. 60 Minuten, keine Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Mit Ilja Richter von Bodo Kirchhoff
Der Ansager einer Stripteasenummer gibt nicht auf
FR 22. JAN 2027 / 20.00 Uhr

Handlung Nach einer Lebenskrise zieht ein Schriftsteller mit Mitte 50 zu seiner hochbetagten Mutter aufs Land. Was als Rückzug gedacht ist, wird zur Konfrontation mit Herkunft, Erinnerung und familiärer Nähe. In Gesprächen, Rückblicken und komischen Alltagsbeobachtungen entfaltet sich ein intimes Mutter-Sohn-Porträt, in dem alte Rollen, unausgesprochene Konflikte und zärtliche Vertrautheit neu verhandelt werden. Meyerhoffs Geschichte erzählt mit feinem Humor und melancholischer Klarheit von Verlust, Neubeginn und
der überraschenden Kraft familiärer Bindungen.

Inszenierung Für das Altonaer Theater inszenierte Lea Ralfs den Stoff als präzise Tragikomödie. Textnah und mit großer Aufmerksamkeit für Rhythmus und Sprache entstehen fließende Übergänge zwischen Erzählen, Erinnerung und Szene. Im Zentrum steht das genaue Zusammenspiel der Figuren – ein konzentrierter Theaterabend, der auf Zurückhaltung setzt und gerade daraus seine emotionale Wirkung entfaltet.

Autor Joachim Meyerhoff (*1967) ist Schauspieler und einer der erfolgreichsten Autoren autobiografischer Gegenwartsliteratur. Seine Texte verbinden literarische Reflexion mit pointiertem Humor und einer genauen Beobachtung familiärer Beziehungen – persönlich, klug und von großer erzählerischer Präsenz.

Dauer: ca. 90 Minuten, keine Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Joachim Meyerhoff
Man kann auch in die Höhe fallen
FR 26. FEB 2027 / 20.00 Uhr

Handlung Ein zerbrochener Krug, ein Gerichtsverfahren und ein Richter, der selbst Täter ist: Dorfrichter Adam soll in Huisum einen nächtlichen Vorfall aufklären, verstrickt sich jedoch zunehmend in Lügen, Ausflüchte und groteske Verdrehungen. Was als Bagatelle beginnt, entlarvt sich als präzises Machtspiel. Kleists Lustspiel zeigt, wie Autorität sich selbst schützt, Wahrheit manipuliert wird und Recht zur Farce gerät – eine Komödie von erschreckender Aktualität.

Inszenierung Die Südsehen-Produktion unter der Regie von Robert Ludewig liest Kleists Klassiker als lebendiges Lehrstück über Machtmissbrauch und Selbsttäuschung. Mit hohem Tempo, klarer Figurenzeichnung und einem spielerisch offenen Bühnenraum wird das Gericht zum Schauplatz permanenter Verschiebungen zwischen Schein und Wahrheit.

Autor Heinrich von Kleist (1777–1811) gehört zu den radikalsten Dramatikern der deutschen Literatur. „Der zerbrochene Krug“ ist mehr als eine Komödie: ein sprachlich brillantes Machtpanorama, in dem Recht, Moral und Verantwortung verhandelbar werden – und gerade deshalb bis heute nichts von seiner Sprengkraft
verloren hat.

Dauer: ca. 120 Minuten, keine Pause

Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.

ABO Schauspiel und freier Verkauf


Eintritt
ab 26,00 €
ab 13,00 € für Schüler*innen

Heinrich von Kleist
Der zerbrochene Krug
DI 23. MÄR 2027 / 19.00 Uhr
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