Handlung: Ein explosiver Machtkampf entbrennt zwischen zwei großen Manipulator*innen. Sie ist die ambitionierte Filmregisseurin Leni Riefenstahl, er ist Joseph Goebbels, der Reichsminister für Propaganda. Gemeinsam wollen sie den von ihm verbotenen Tonfilm „Das Stahltier“ ansehen, der von dem avantgardistischen Kameramann und Regisseur Willy Otto Zielke gedreht wurde. Die geltungssüchtige Filmregisseurin wittert ihre Chance, ihre ehrgeizig verfolgte Filmkarriere entscheidend voranzutreiben. Sie lässt sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Minister ein, bei dem er die Regeln bestimmt. Willy Zielke wird zum Spielball und Opfer des dämonischen Duos infernale.
Inszenierung: Mit historischen Filmausschnitten und Live-Videos, vor allem aber mit den eindrucksvoll tiefenscharfen Schauspieler*innen gelingt Regisseur Frank Hoffmann eine berührende Aufführung. Hoffmann hat weit über hundert nationale und internationale Inszenierungen an mehr als dreißig Theatern in Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz herausgebracht, so u. a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Burgtheater Wien. Vierzehn Jahre lang hatte er die von Frank Castorf übernommene Position als Intendant und Geschäftsführer der Ruhrfestspiele Recklinghausen inne. Auf der Bühne im Elbeforum: Jacqueline Macaulay. Sie absolvierte die Schauspielschule in Stuttgart. Engagements an renommierten Häusern wie Luzern, Bonn, Zürich, das Théâtre Nationaldu Luxembourg und dem Deutsche Theater Berlin folgten schnell. Sie war Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater Berlin, arbeitete am Theater Potsdam, Dresden, Staatstheater Hannover, am Berliner Ensemble, Schauspiel Frankfurt – und bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Aktuell ist sie als Phyllis im Musical „Follies“ am Hessischen Staatstheater Wiesbaden zu sehen und gefragt bei Filmproduktionen, z. B. „Der Vorleser”. Neben ihr ein Star des Deutschen Schauspiels. Der Grimme-Preis-Träger Wolfram Koch. Studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, dann Rollen an der Berliner Volksbühne, am Schiller Theater, am Deutschen Theater, Schauspiel Frankfurt und Bochum. Seine Filmografie beinhaltet u. a. „Über Nacht” und „Draußen ist Sommer“. Er spielt zahlreiche Rollen im Fernsehen, u. a. im „Polizeiruf 110” und als Hauptkommissar Brix im Frankfurter „Tatort“.
Autor*in Mit Fragen der Kunst und der Freiheit des Künstlers in einer Diktatur setzt sich Albert Ostermaier, der zu den meistgespielten deutschsprachigen Dramatikern gehört, in seinem Stück auseinander. Er studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mit der Uraufführung des ersten Theaterstücks „Zwischen zwei Feuern“ am Bayerischen Staatsschauspiel München gelang ihm der Durchbruch als Theaterautor. Er war Hausautor am Nationaltheater Mannheim, am Bayerischen Staatsschauspiel München und am Burgtheater Wien. Ostermaier erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Ernst-Toller-Preis, den Kleist-Preis, den Bertolt-Brecht-Preis und den Welt-Literaturpreis.
Dauer 80min, keine Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Schauspiel und freier Verkauf