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Handlung Nach Jahren der Abwesenheit kehrt Ljubow Ranevskaja auf das verschuldete Familiengut zurück. Der Kirschgarten, Projektionsfläche für Erinnerung, Herkunft und verlorene Sicherheit, steht vor der Versteigerung. Während die Familie an der Vergangenheit festhält, schlägt Lopachin, Sohn ehemaliger Leibeigner und nun erfolgreicher Kaufmann, eine radikale Lösung vor: Rodung und Neubeginn. Tschechows letztes Schauspiel erzählt von einer Gesellschaft im Übergang, von verpassten Entscheidungen und der schmerzhaften Erkenntnis, dass Stillstand selbst eine Form von Handlung ist.
Inszenierung Andreas Hueck, künstlerischer Leiter des Theater Poetenpack, nähert sich dem Text mit präziser Figurenzeichnung und großer Sensibilität für Sprache und Rhythmus. Seine Inszenierung legt die innere Bewegungslosigkeit der Figuren frei und konfrontiert sie mit einem unaufhaltsamen gesellschaftlichen Wandel. Gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildnerin Janet Kirsten schafft er reduzierte, atmosphärische Räume, in denen Abschied, Hoffnung und Verdrängung gleichermaßen sichtbar werden.
Autor Anton Pawlowitsch Tschechow (1860–1904) zählt zu den einflussreichsten Dramatikern der Moderne. „Der Kirschgarten“ verbindet feine Komik mit existenzieller Tiefe und stellt bis heute die drängende Frage, wie Menschen auf Zeiten grundlegender Veränderung reagieren.
Dauer: ca. 100 Minuten, mit Pause
Mit Werkeinführung ca. 45min vor Veranstaltungsbeginn.
ABO Schauspiel und freier Verkauf